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Informationen zum Thema: Dessous, Lingerie, Unterwäsche

 

Lexikon, Informationen zum Thema:

Dessous/Unterwäsche/Lingerie

 

Die Geschichte der Dessous

Die Dessous

 in der modernen Zeit haben eine lange Entwicklung und eine lange, sehr interessante Geschichte durchlaufen. Bereits vor ca. 20 000 Jahren haben die ersten Menschen Dessous getragen, und zwar in Form eines Lendenschurzes. In den frühen Jahren war er allerdings dazu gedacht die empfindlichen Körperstellen vor Hitze, Kälte oder anderen Umwelteinflüssen zu schützen. Im Gegensatz zu der heutigen Reizwäsche war er nicht besonders ansehnlich, und auch nicht besonders angenehm zu tragen. Gefertigt wurde der Lendenschurz damals noch aus Hanf, Bast, Flechtwerk oder Fell.

Bereits die alten Ägypter trugen eine Art des heutigen Dessous in Form eines Leinentuches, welches sie sich um die Hüften schlangen. Ägypter die einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft hatten trugen diesen Schurz kunstvoll drapiert, gefaltet und meist knie lang. Arme Leute hingegen trugen ihn nur glatt um die Hüften gelegt.

Auch die Corsage

 die wir auch unter dem Begriff Schnürmieder, Schnürleib oder Schnürbrust kennen ist auf alten Zeichnungen bereits auszumachen. Die Damen trugen zu der Zeit die Schnürleiber aus Tierhäuten. Auf kretischen Urnen die bereits über 5000 Jahre alt sind kann man Abbildungen von alten Bronzekorsetts sehen.

In Griechenland trugen Frauen einen so genannten Chiton, der damals aus Baumwoll- oder Leinenrechtecken bestand. Er reichte bei Frauen bis zu den Knöcheln, bei Männern reichte er etwas über die Knie. Die weichen Gewänder trugen die alten Griechen dabei entweder ober- oder unterhalb des Gürtels. Die Frauen im alten Griechenland brachten damals schon die Form ihrer Brüste zu Geltung in dem sie ein Strophium trugen. Das Strophium war im Grunde eine alte Form des BHs. Dieses Strophium wurde unter dem Chiton getragen und war eine Brust binde die aus einem weichen Stoff bestand, teilweise aber auch schon aus Leder gefertigt war. Es hatte etwa die Breite einer Hand und war besonders beliebt als buntes oder besticktes Band, welches die Frauen um die nackte Brust banden.

Wenden wir uns jetzt den Römern zu. Die römischen Frauen trugen genau wie die griechischen Damen eine Brust binde die nicht Strophium sondern Fascia hieß. Bei den Römern war damals eine sehr flache und kleine Brust modern, und die Frauen banden sich die Brüste ab. Im Gegensatz zu den Griechinnen banden sich römische Frauen die Brüste sogar noch stärker ab und diese waren ihrer Zeit weiter voraus. In der römischen Zeit findet sich der erste Slip. Reiche römische Frauen trugen damals ein Subligaculum, ein Tuch welches seitlich geknotet oder genäht war. Hauptsächlich wurde es damals zum Baden oder zum Sport getragen aber erst die römischen Herren nahmen das Subligaculum als Vorbild für den Slip von Heute.

Das Mittelalter hatte auch einen Einfluss auf die heutigen Dessous. Beeinflusst wurde die Unterwäsche damals von den Römern bei denen die Tunika die typische Kleidung war. Im Mittelalter sah die Kleidung der Barbaren so aus dass die Obergewänder länger waren wie die römische Kleidung. Die Hosen dagegen waren  wesentlich kürzer. Die Frauen im 14. Jahrhundert trugen die Hemden dabei bis zu den Waden oder den Knöcheln. Für die Männer waren die Hemden bis zu den Oberschenkeln seitlich geschlitzt.

Im 15. Jahrhundert gehörte das Hemd zur Oberkleidung der Männer und wurde mit unterschiedlichen Details hervorgehoben. Vor allem der Stehkragen war in dieser Zeit besonders beliebt.

Im 16. Jahrhundert trugen auch die Frauen neben den Männern einen Stehkragen, die mit kleinen Halskrausen gebunden wurden.

Die Zeit der Renaissance hielt Einzug und damit änderte sich auch die Dessousmode bei den Frauen. Es war modern die weiblichen Rundungen zu betonen und jede Frau versuchte unter den breiten und wallenden Kleidern die Hüften noch weiter zu verbreiten damit das Kleid ballonartiger aussah. Um diesen Effekt zu erzielen banden sie sich Tücher wulstartig um die Hüften und erst der Reifrock löste die unpraktische Modeerscheinung ab. Der Reifrock war in dieser Zeit besonders beliebt weil er einfacher anzuziehen war und das Kleid noch wesentlich breiter wirken ließ. In der Renaissance war es zwar Mode dass die Kleider voluminös sein mussten, dabei durfte die Taille aber keineswegs zu breit wirken damit der Anblick des bauschigen Kleides unterhalb der Hüfte nicht zunichte gemacht wurde. Die ersten Vorläufer des Korsetts wurden erfunden, die Schnürbrust kam in Mode. Die Schnürbrust war auf keinen Fall bequem. Bei der Schnürung wurden die Arme und Schultern sehr weit zurück gezogen und die Schnürung erfolgte bis hoch zur Brust.

Ende des 18. Jahrhunderts erfand man neue Dessous die die körperunfreundliche Wäschemode langsam ablöste. Die ersten Röcke und Mieder zeigten sich auf dem Markt. Frauen trugen darunter lange Hemden oder Unterröcke. Die langen Hosen wie sie bis dahin üblich waren hatten zum Glück endlich ausgedient. Die Männer dieser Zeit trugen selten Unterhosen, sondern lange Hemden die sie zwischen die Oberschenkel schoben. Im Jahre 1820 kam die Wespentaille in Mode und damit endete auch dieser Modetrend. Frauen schnürten ihre Körper mit Korsetts ein und auch Torüre oder Krinoline waren in Mode. Frauen mussten Torturen ertragen weil die Biedermeierfrauen zierlich und zerbrechlich aussehen sollten und sich mit Korsetts ein schnüren ließen.
Im Jahr 1828 kamen die mechanischen Korsetts in Mode die noch mit Metallösen gefertigt waren. Diese Krinoline wurden unter der Oberbekleidung getragen. Stahlstangen oder Fischbeine stützten damals die bis zu 6 Meter langen Kleider der Damen.

Die Firma Schiesser erfand im Jahre 1860 die erste Unterhose für Männer. Bis dahin galten Hosen als Zeichen der Männlichkeit, weshalb es Frauen auch verboten war Hosen zu tragen. Die einzige Ausnahme war eine strenge Kälte wo Frauen unter ihren Reifröcken gefütterte Hosen trugen. Später kamen die so genannten Stahlreifen in Mode und Frauen zeigten damit in der prüden Zeit sehr viel Bein. Aus diesem Grund wurde es Frauen erlaubt Unterhosen zu tragen die aber einen offenen Schritt aufwiesen, um den traditionellen Anblick der weiblichen Kleidung zu erhalten. Die Leinenwäsche wurde damals noch oft verwendet. Wegen ihrer Weichheit kam dann aber immer mehr die Baumwolle in Mode.
Im Jahre 1870 kamen korbartige Tornüre auf den Markt die den Damen wesentlich besser gefiel und damit einen falschen Steiß formte. Dieser falsche Steiß war eine Ausbuchtung des verlängerten Rückens was Männer damals äußerst anziehend fanden.

 Im Jahre 1876 begannen die ersten Anfänge der heutigen Trikotindustrie, und um die Jahrhundertwende erfand jemand die unverstärkten aber dafür viel weicheren Reformleibchen. Für die Frauen war es eine Erleichterung weil dadurch auch endlich die Reformbeinkleider verschlossen wurden. Die Korsetts wurden später in zwei Hälften zerteilt und damit war der BH endgültig in Mode gekommen. Viele Frauen wünschten sich außerdem einen festen Halt um den Pobereich und die Entwicklung lief auf einen Hüftgürtel hinaus. Dabei wurde gleich das heute moderne Strumpfband mit erfunden.
Schon früher mussten Frauen für die Schönheit leiden, was sich besonders in der alten Lingerie bemerkbar machte.

Jetzt kamen Dessous

 auf den Markt die den alten in keiner Weise ähnlich waren. Die Reizwäsche wies jetzt Stickereien, Spitze, farbige Bänder und herzförmige Ausschnitte auf. Insgesamt wurde die Mode romantischer und feiner. Zu der damaligen Zeit mussten die Frauen trotz allem immer noch rund 2,5 Kilogramm an Wäsche tragen. Dazu zählten der Anstandsrock, das Korsett, Hose, Hemd, der Halbunterrock, die Untertaille und im Winter noch die wärmende Wäsche.

Im Jahre 1896 wurde der Allgemeine Verein zur Vereinfachung der Damenkleidung gegründet, weil viele Frauen sich nicht mehr mit den schweren Sachen kleiden wollten. Trotz seiner Gründung tat sich über einen langen Zeitraum nicht sehr viel, obwohl sich der Verein zum Ziel gemacht hatte die Frauen von jeglichem Druck und der Einengung zu befreien.

Um die Jahrhundertwende stellten sich die Frauen erst einmal auf eine vollkommen andere Mode ein, die aber keineswegs bequemer wurde. Es kamen zwar zu der Zeit Brusthalter und Leibchen auf den Markt, aber es war auch ein nach innen gewölbter Bauch in Mode, wozu ein nach außen gewölbter Po gehörte. Damit die Frauen Haltung bewahrten wurde mit Spiralfedern, Schnüreinlagen und Fischbeinstäbchen nachgeholfen.

In den 20er Jahren tauchten dann die ersten BHs auf die den heutigen Modellen schon sehr ähnlich waren. Vertrieben wurden sie damals von der französischen Firma Callimaste. Mit diesem Siegeszug wurde den Frauen jedoch nicht erspart auch weiter Korsetts tragen zu müssen. Der BH kam nur noch zusätzlich unter das Korsett. Frauen sollten nach dem 1. Weltkrieg wie junge Knaben aussehen. Auftretende Rundungen an den Brüsten oder den Hüften mussten versteckt werden. In den Zeiten des Charleston wurde auch die Oberbekleidung immer kürzer und die Damen zeigten Bein. Die damals sehr begehrten Kunstseidenstrümpfe waren damals der Renner und keine Frau ging ohne sie raus. Die Hemdhosen wurden gegen moderne Kunstseidentrikots, Seidenkrepp und Batist eingetauscht, und die Unterwäsche gab es jetzt nicht mehr nur in fadem Weiß sondern in unterschiedlichen Farben. Beliebt bei den Damen der Neuzeit waren Farben wie Rose, Lind grün oder Rauch blau. Die Kleidung war eng anliegend und deshalb durfte die Unterwäsche nicht auffallen, was die Schlupfhose modern machte.

Das typischste Kleidungsstück aus den 20er Jahren ist die Hemdhose. Die BHs hatten damals nur einen einzigen Nutzen und zwar sollten sie den vorhandenen Busen einfach nur platt drücken. Der einzige damals existierende Ersatz für das Korsett war der Hüfthalter. 1929 erfanden die Amerikaner das Lastex, eine elastische Gewebefaser die dem heutigen Gummi sehr ähnlich ist. Mit dem Lastex begann der Einzug von elastischen Dessous und BH-Körbchen, und die Weiten konnten endlich an die unterschiedlichen Brüste angepasst werden. Durch die alten Materialien war es bis dahin nicht möglich gewesen die unterschiedlichen Damenoberweiten zu berücksichtigen.

Endlich kam aus den USA eine Revolution und der Vamp wurde gesellschaftsfähig. Elastische Hüftgürtel, rund geformte Büstenhalter und Korsetts die die Figur betonten zeigten auch bei uns eine vollkommen andere Form der Dessous. Mit einem Mal war es Mode unter den engen, wadenlangen Kleidern die weiblichen und üppigen Rundungen zu zeigen.

Der 2. Weltkrieg kam und mit ihm der Hunger, die Entbehrungen und die Not. In diesen Zeiten strickten die Frauen die Unterwäsche entweder selber oder trugen gefertigte Dessous aus  Fallschirmseide. Unterwäsche wurde zu der Zeit nur mit einem Bezugsschein heraus gegeben. Die Materialien die aus den USA bekannt waren wie Nylon oder Perlon konnte die Deutsche Industrie zu der Zeit nicht beschaffen.

In den 50er Jahren fand der Wiederaufbau statt und in dieser Zeit kamen die ersten Wäschekollektionen vor allem für junge Mädchen auf den Markt. Importiert wurden sie von Amerika nach Europa, und die BHs wiesen nicht wie sonst üblich kleine runde Cups, sondern spitz zulaufende Cups auf.

In den 60er Jahren wurde der Stoff Lycra erfunden und die ersten Strumpfhosen kamen auf den Markt. In der Zeit der Hippies und der Flower-Power-Bewegung wurden öffentlich BHs verbrannt. Unterröcke und Unterhemden wurden verbannt und kamen aus der Mode. Die Slips die Frauen trugen gingen nicht mehr bis über den Bauchnabel. Die Zeit der Emanzipation war geboren und Frauen weigerten sich weiter die einengenden BHs zu tragen. Aus dieser Weigerung entstand ein neuer BH der nur noch aus Nylon und Tüll bestand, die Brust aber bestens stützte. Die Firmen produzierten immer bessere Dessous die immer dünner, elastischer und transparenter wurden.

 In den 70er Jahren wiederholte sich die Geschichte. In Mode kam das Mager-Model Twiggy welches zu einem Ideal wurde. Die 80er Jahre brachten kaum Unterschiede zwischen Mann und Frau, weil beide sich ziemlich ähnlich sehen wollten. Frauen taten sehr viel dafür um möglichst flach und schmal zu wirken.

Die

Männerunterwäsche

 wurde neben denen für die Frau inzwischen auch nicht mehr nur einheitlich produziert, sondern wartete in fröhlichen Farben und mit frechen Aufdrucken auf. Der Feinripp hielt in der Männerwelt Einzug und der alte Baumwollslip wurde verbannt. Calvin Klein, ein Modedesigner entwarf die ersten sportlichen Modekollektionen die aus Feinripp produziert wurden. Die Zeiten der langweiligen Männerunterwäsche waren vorbei und auch die Damen bekamen dabei zeitgleich in den Schlafzimmern etwas zu sehen.

Die Damen bekamen immer mehr Lingerie die romantisch verspielt war und auch die Stoffe wurden immer transparenter. Das reine Weiß wurde von Baumwollstickereien aus weißen Garnvariationen abgelöst und vor allem die hohen Beinausschnitte kamen immer mehr in Mode. Die Bügel-BHs die zu der Zeit in Mode kamen hatten nun einen tiefen Ausschnitt für das Dekolleté. Lycra-Bodies und Höschen mit elastischer Spitze wurden immer beliebter weil diese den Körper formten.

In den 90er Jahren waren die Dessous dezenter wie in den wilden 80er Jahren. Die Dessous waren romantisch und verspielt, elegant und sexy genäht. Eine andere Alternative war die sportliche Unterwäsche die damit nur einen rein funktionellen Hintergrund hatte. Wichtig war zu dieser Zeit dass sie atmungsaktiv war und die Brüste für den Sport optimal stützte. Stickereien oder Tüll waren zu dieser Zeit nicht mehr in Mode.

Erklärungen und Beschreibungen der einzelnen Fachausdrücke

Der Büstenhalter

 ist ein Wäscheteil was die Brust stützen und verschönern soll. Büstenhalter gibt es mit oder ohne Bügel und er ist ein Bestandteil der Miederwaren als auch der Dessous. Das erste Mal fand er in den 20er Jahren Anwendung. Auf der Weltausstellung die 1900 statt fand wurden unterschiedliche Modelle präsentiert. Madame Gaches-Sarraute Cadolle stellte den erfundenen Brusthalter das erste Mal 1889 vor, wobei aber erst noch eine Lösung für die Befestigung gefunden werden musste. Das Haus Cadolle stellte den BH Bien-etre vor der damals noch im Rücken an einem Korsett befestigt wurde.
1913 erfindet in den USA Caresse Crosby – das Synonym von Mary Ohelps Jacobs – einen neuen BH. Dieses Modell trennt die Brüste und ist relativ kurz. 1914 verkauft sie das Patent an Warner Brothers.
Zur gleichen Zeit bringt die Direktorin von Kestos, Rosalia Kind einen Büstenhalter heraus der aus zwei vorne und im Rücken gekreuzten Dreiecken besteht. 1912 erscheint der Begriff Brassiere im Oxford Dictionary und die Abkürzung Bra wird jedoch erst ab dem Jahre 1937 das erste Mal verwendet.
Der Begriff Büstenhalter taucht das erste Mal in den 20er Jahren in Deutschland auf und in Frankreich wird der Begriff Soutien-gorge ab 1923 verwendet.

Das Corset

 a la paresseuse erfährt unter der neuen moralischen Ordnung von Ludwig XVIII eine neue Beliebtheit, nachdem es während der Revolution aus der Modewelt verschwunden war. In der damaligen Zeit hatte die Frau eine gute Gattin und Mutter zu sein. Dieses Korsett war wesentlich schlimmer zu tragen wie das aus dem 18. Jahrhundert, da es die Brüste der Frau in Becher zwängte und die Schenkel zusammen presste. Üppige Rundungen bekam die Frau durch Hüftpolster und das Korsett wurde dabei über einem Hemd, aber unter dem Kleid getragen. Ein Vorteil war dass dieses Korsett ein System hatte was es der Frau ermöglichte sich selber zu schnüren und somit selber anzuziehen. Die Schnürvorrichtung befand sich auf dem Rücken. Der Name Corset a al paresseuse bedeutet das bequemliche Korsett.

Das Fischbein war in der früheren Zeit ein flexibles Stäbchen was zur Korsettherstellung verwendet wurde. Seinen Namen hat es dadurch dass es früher aus dem Barte von Walen hergestellt wurde. Es wird zumeist aus Horn, Knochen, Metall oder Plastik hergestellt.

Der Fripon löste im 17. Jahrhundert den Panie ab. Er bestand aus drei Unterröcken die übereinander lagen. Der mittlere der drei Unterröcke wurde Le Fripon – der Schelmische – genannt den man über dem Secret – dem Verborgenen – und dem Modeste – dem Bescheidenen – trug. Die Besonderheit bestand darin das der Modeste vorne geöffnet und an den Seiten gerafft war, und damit den Stoff des Fripons seitlich hervor blitzen ließ.

Die Gesäß binde wurde von Katharina von Medici um 1571 eingeführt. Die Gesäß binde war eine Unterhose die bis zu dieser Zeit vornehmlich venezianische Prostituierte in Frankreich trugen. Katharina von Medici befahl ihren Damen am Hof sie beim Reiten zu tragen.

Das im 17. Jahrhundert getragene Korsett trägt die Bezeichnung Gourgandine. Es wurde von einem System von Haken zusammen gehalten und geschnürt. Das System der Haken wurde im Volksmund Versuch dich dran, völliges Einverständnis oder Unterhalterin genannt. Der Begriff Gourgandine wurde in die Alltagssprache übernommen und hat die Bedeutung des liederlichen Frauenzimmers.

Die Guepiere war eine neue Form des Korsetts und sehr feminin. Das Korsett wurde aus elastischen Materialien gefertigt und der Modeschöpfer Marcel Rochas gab ihr im Jahre 1946 den Namen Guepiere, wegen der Wespentaille die sie der Figur der Frau verleiht.

Der Mieder bzw. der Hüfthalter sind aus einem elastischen Material gefertigt, und schnüren die Taille, die Hüften und in manchen Fällen auch den Oberschenkelansatz ein. In den 30er Jahren wurde das Korsett durch den Hüfthalter ersetzt.

Das Korsett

 ist mit Fischbeinstäbchen und einer Schnürung versehen, und wesentlich geschmeidiger wie der Schnürleib. Das Korsett ist aus einem widerstandsfähigem Gewebe und modelliert die Silhouette. Es gibt der getragenen Kleidung Form indem der Bauch und die Taille eingeschnürt werden. Bei dieser Einschnürung wird die Brust zur Geltung gebracht und manche Modelle weisen reiche Verzierungen auf.

Der Korsettschoner oder die Untertaille sind Dessous die über dem Korsett getragen werden.

Die Krinoline bezeichnet ursprünglich ein Rosshaargewebe. Aus diesem Gewebe wurden in den Jahren um 1840 Unterröcke hergestellt, die weite Röcke gestützt haben. 1830 wurde von Oudinot ein steifer Stoff erfunden bei dem der Schuss faden aus Rosshaar bestand. Damals diente er zur Versteifung des Krawattenkragens von Soldaten. Die Krinoline ist ein mit Fischbeinstäben oder flexiblen Stahlreifen versteifter Unterrock, der die Kleider auf bauscht und ähnlich aussieht wie ein Käfig.

Der Mastodeton diente im alten Griechenland als Büstenhalter. Der Mastodeton bestand aus einzelnen Bändern die die Brust ein schnürten.

Der Mieder

 wurde zu einem wesentlichen Bestandteil der Unterwäsche für Frauen in den 50er Jahren. Der Mieder ist aus einem elastischen Material und löste das Korsett ab. Die moderne Variante sollte eine ideale Figur verleihen ohne dabei den Körper zu verformen.

Das Negligé

 besteht aus einem leichten Stoff das im 19. Jahrhundert entweder zu Hause oder beim Empfang von engen Freunden getragen wurde.
Der Panier ist ein Reifrock der damals mit Barte oder Binse aus gesteift wurde damit der Rock Volumen bekam. Gefertigt wurde er in einer runden, ovalen, oder einer anderen Form.
Der Schnürleib ist eine Miederware die aus dem 16.-18. Jahrhundert stammt und mit Fischbeinstangen und einer engen Schnürung verstehen war. Der Schnürleib wurde später von dem Korsett abgelöst, und war gekennzeichnet durch seine robusten Stoffe die meist an den Außenseiten mit kostbaren Materialien verziert war.
Das Strophium war der Vorgänger des Büstenhalters und ein um die Brust gewickeltes Band was den Busen stützen sollte.
Strumpfbänder werden zur Befestigung von Strümpfen ober- oder unterhalb des Knies getragen. Sie sind elastisch oder unelastisch und wurden mit Gold- oder Silberschließen, Edelsteinen oder Stickereien verziert. Der Strumpfhalter verdrängte um 1900 das Strumpfband.
Der Strumpfhalter ist ein elastischen Gummiband oder Stoffstreifen die in einen Hüfthalter, einen Strumpfhaltergürtel oder in die Unterhose integriert sind. An dem Strumpfhalter werden die Strümpfe mit einem Klipp befestigt. Ist der Strumpfhalter an der vorderen Seite eines Korsetts befestigt dann lässt er die Silhouette der Trägerin geradlinig erscheinen.
Der Strumpfhaltergürtel ist ein Wäscheteil welches aus Schnüren, gummierten Bändern oder elastischen bzw. festen Stoffbändern besteht. An einem Strumpfhaltergürtel sind meist vier Strumpfhalter befestigt an denen die Strümpfe eingeklippt werden. Erstmals tritt der Strumpfhaltergürtel um 1910 in Erscheinung.
Das Turnür wurde um die Taille gebunden und besaß eine rückwärtige Auspolsterung mit einem versteiften Gestell, welches unter dem Kleid getragen wurde. Die Turnüre bauschten nur die Rückenpartie auf während die Kleider vorne glatt waren. Das Turnür ist der Nachfolger der Krinoline und kam 1867 in Mode und verschwand im Jahre 1899 wieder vom Markt. Es wurde auch falscher Steiß genannt.
Der Vertugadin ist ein steifer Unterrock in Glockenform der über versteifende Eisendrähte oder Holzstäbchen gespannt wurde. Die französische Version des Vertugadin bestand aus einem kreisförmigen Wulst der um die Taille gebunden wurde und dem Rock rings herum sein Volumen verlieh. Die spanische Version stellte den Rock aus. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde der Vertugadin zu einem Reif der über den Rock fiel.
Der Zona wurde von Mädchen ab dem 9. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland getragen. Es war ein breiter Hüftgürtel welchen die Mädchen bis zu ihrer Heirat trugen.


Weiße Dessous richtig waschen


Damit man länger Freude an seinen Dessous hat sollte man darauf achten sie vor allem in der Waschmaschine grundsätzlich nur im Feinwaschgang zu waschen. Die Temperatur sollte dabei so niedrig wie möglich gewählt werden damit die Unterwäsche sich nicht überhitzt. Vor allem wenn die Dessous aus empfindlichen Wäschefasern bestehen können sie sich bei zu großer Hitze schnell verziehen. Sollte die Waschmaschine keinen Feinwaschgang besitzen dann zumindest immer auf Pflegeleicht stellen. Bei dem Waschpulver am besten auch immer ein Feinwaschmittel verwenden das schont die Fasern. Ein Vollwaschmittel ist nicht besonders gut geeignet.
Es gibt Waschnüsse die sich besonders gut für empfindliche Materialien eignen. Waschnüsse besitzen keine bleichenden Eigenschaften. Falls die Wäsche mal etwas grau aussehen sollte, oder Flecken aufweist gibt man am besten etwas Flüssigwaschmittel mit dazu. Waschen sollte man grundsätzlich weiße Wäsche nur mit weißer Wäsche und farbige Textilien zusammen mit anderen farbigen Textilien. Es ist doch ärgerlich wenn die weiße Spitze mit einem Mal Rosa geworden ist.
Behandlungsmöglichkeiten bei Flecken
Flecken haben immer die Angewohnheit sich zu vergrößern wenn man versucht sie durch reiben zu entfernen. Deshalb nicht anfangen zu reiben sondern den Fleck mit einem sauberen Tuch und etwas Waschmittel abtupfen. Dazu gibt es bereits spezielle Waschpaste für Reisen die sich auch für empfindliche Dessous eignet. Am besten legt man unter das Kleidungsstück welches den Fleck aufweist ein Handtuch, damit sofort überschüssige Flüssigkeit aufgesaugt wird. Bevor man anfängt an dem guten Kleidungsstück zu Arbeiten sollte man es erst einmal auf Farbechtheit überprüfen.
Befinden sich auf der Kleidung Flecken die zum größten Teil aus Fett bestehen wie zum Beispiel Lotionen, Cremes oder Margarine dann lassen sich diese hervorragend mit Kartoffelmehl behandeln. Die Stelle muss dazu mit Kartoffelmehl dick eingestreut werden und dann mindestens eine Stunde einwirken. Danach lässt sich das Mehl und der Fleck sehr gut mit einer Bürste entfernen.
Wer einen Obstflecken auf der Kleidung hat kann diesen gut mit Buttermilch behandeln. Das Dessous oder das andere Kleidungsstück am besten in Buttermilch eintauchen und etwas einwirken lassen. Danach gründlich abspülen und wie gewohnt durch waschen.
Lippenstift ist besonders ärgerlich weil er sehr schnell verschmiert. Er lässt sich gut mit Terpentin oder Alkohol entfernen. Dabei sollte man allerdings etwas vorsichtig sein, vor allem feine Stoffen können dabei in Mitleidenschaft gezogen werden. Danach am besten sofort in der Waschmaschine durch waschen.
Bei Grasflecken helfen alte Hausmittel aus Omas Zeiten. Dazu das Kleidungsstück in Kefir, Dickmilch oder Buttermilch legen und nach der Einwirkzeit von ca. 1 Stunde in normaler Milch auswaschen. Weiter kann auch etwas Backpulver auf die Stelle gestreut werden welche dann leicht angefeuchtet wird. Das Backpulver dann am besten ein paar Stunden einweichen lassen, und die Textilien danach in der Waschmaschine einmal durch waschen.
Rotweinflecken können direkt mit Salz bestreut werden. Etwas einwirken lassen und in der Maschine durch waschen.
Nagellack kann gut mit Aceton oder Spiritus entfernt werden. Bei besonders hartnäckigen Flecken können die beiden Wirkstoffe auch kombiniert werden. Wer empfindliche Materialien wie Synthetik oder Seide hat sollte nur Spiritus nehmen. Aceton kann die Sachen angreifen und nachher ist das schöne Dessous hingerichtet.
Wer sich aus Versehen etwas Gesichtspuder auf die Sachen geschmiert hat kann versuchen ihn mit einer Bürste abzubürsten. Falls es nicht mehr geht am besten Waschbenzin oder Alkohol nehmen und die Stelle vorsichtig abtupfen. Puderreste können problemlos mit einem feuchten Tuch entfernt werden und Rouge ist ein Fall für Alkohol oder Waschbenzin. Wimpern tusche bekommt man gut mit etwas Schmierseife und warmem Wasser aus Textilien entfernt. 
Sieht man auf der Kleidung Flecken von Parfüm kann man diese mit reinem Alkohol entfernen. Mittlerweile gibt es schon Parfüms die keinen Alkohol mehr enthalten, sie haben den Vorteil dass sie weder auf Kleidungsstücken Flecken hinterlassen, noch auf der Haut brennen.
Ist das Kleidungsstück durch einen Fleck verunstaltet dann sollte man diesen so schnell wie möglich entfernen. Sind Flecken erst einmal eingetrocknet dann wird es immer schwieriger sie wieder herauszubekommen und unter Umständen kann das Lieblingskleidungsstück dann nachher nur noch in den Müll geworfen werden.


Pflegetipps für Dessous


Dessous

 haben den Nachteil das sie leider sehr empfindlich sind ,und wer lange Freude an ihnen haben möchte sollte sie sehr pfleglich behandeln. Sie sind immerhin die  Zierde der Frau. Die Wäschehersteller geben immer an wie das Wäschestück behandelt werden sollte, richten Sie sich danach und Sie werden lange Freude an Ihrer Unterwäsche haben.
Baumwolle kann bei 30-95 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden und auch eine Trocknerbehandlung ist normalerweise kein Problem. Beachten Sie aber trotzdem die Pflegevorschriften des Herstellers auf dem Wäscheetikett.
Textilien die Elasthan enthalten sollte nur bis höchstens 30 Grad in der Maschine gewaschen werden. Am besten schleudert man diese nur an und hängt sie dann nass auf zum Trocknen. Eine Reinigung mit chemischen Mitteln wie Benzin oder Chlorhaltigen Mitteln sollte man vermeiden.
Bei Leder empfiehlt es sich das Kleidungsstück an einen Fachmann zu übergeben.
Polyester, Polyamid und Polyacryl sind bis 30 Grad in der Waschmaschine zu waschen. Nach der Reinigung sollte ein Waschgang mit Weichspüler folgen damit sich die Kleidungsstücke nicht elektrostatisch Aufladen. Bei diesen Pflegeleichten Textilien ist eine chemische Reinigung selten notwendig.
Bei Seide beachten Sie unbedingt die Pflege hinweise auf dem Etikett. Am besten wäscht man diese per Hand mit einem milden Waschmittel und das schleudern in der Maschine sollte man unbedingt vermeiden. Seide sollte man immer tropfnass auf einem Bügel aufhängen damit die Textilien trocknen können. Besonders schonend ist die Wäsche mit einem Kindershampoo.
Viskose sollte ebenfalls höchstens bis zu einer Temperatur von 30 Grad gewaschen werden. In der Maschine am besten überhaupt nicht schleudern oder nur leicht an schleudern, und nass auf einen Bügel hängen damit die Textilien dort trocknen können.
Hilfe bei unterschiedlich großen Brüsten
Viele Frauen haben das Problem dass die Brüste unterschiedlich ausgeprägt sind. Beeinflusst wird dies davon ob die Person Rechts- oder Linkshänder ist. Wenn der Größenunterschied nicht so stark auffällt muss man eigentlich nichts unternehmen. Es gibt aber auch Frauen bei denen es stark auffällt und für die es eine starke Belastung ist.
Bei einigen Frauen ist der Größenunterschied nicht selten so groß dass für eine Brust im Grunde ein BH genommen werden müsste der eine Cupgröße ausmacht. Um das Auszugleichen gibt es einen einfachen Trick. In die BH-Seite der kleineren Brust einfach ein paar Einlagen einstecken. Das hebt die Brust auf eine ganz natürliche Weise. Den BH muss man bei dieser Maßnahme natürlich in der Größe der großen Brust kaufen und die Einlagen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Meist werden Gel- oder Schaumeinlagen angeboten diese sind sehr angenehm zu tragen.
Es gibt so genannte Air-BHs diese können die unterschiedlichen Cupgrößen auf eine ganz einfache Weise regulieren indem auf der Seite der kleineren Brust Luft aufgepumpt wird. Auf der Seite der großen Brust wird nichts gemacht und damit kann man den Ausgleich individuell und schnell vornehmen.
Einen Body richtig anziehen
Normalerweise ist das Anziehen eines Bodys keine große Kunst. Grundsätzlich sollte der Body immer von unten angezogen werden und dann die obere Hälfte über die Schultern gezogen und richtig angepasst werden. Hat der Body einen Bügel-BH dann sollte der Body nach unten geklappt werden. Erst wenn der Body beim Anziehen bis zum Brustbereich reicht sollte das BH-Teil wieder hochgeklappt werden. Man kann sich beim Anziehen auch etwas nach vorne beugen, dadurch passen sich die Brüste den BH-Schalen besser an. Wenn an einigen Stellen Falten entstanden sind oder der Body vielleicht ein bisschen zwickt einfach mit der Hand die Falten ausstreichen, damit der Body nicht noch einmal komplett ausgezogen werden muss. Vor allem im Schulterbereich sollte man darauf achten dass die Träger nicht zu lang eingestellt sind damit die Brüste nicht zu weit in den Brustbereich hängen.


Eine Corsage richtig anziehen


Eine Corsage

 sollte immer die Taille fest um schnüren, und sie sitzt erst wirklich gut und richtig wenn sie einem den Atem raubt. Grundsätzlich gilt beim Anprobieren einer Corsage sollte man die Luft anhalten. Die BH-Größen fallen bei Corsagen immer etwas anders aus als wie bei einem normalen BH. Bei dem Kauf einer Corsage sollte deshalb immer die Unterbrustweite etwas kleiner gewählt werden. Damit sitzt die Corsage nachher wirklich fest und der Halt um die Brust herum ist genau richtig.
Zum Anziehen der Corsage sollte man sich diese erst einmal lose auf den Bauch legen. Die BH-Bügel sollten dabei genau unter den Brüsten sein, wenn das alles passt dann kann man anfangen die Corsage am Rücken zu schließen. Ist die Corsage komplett geschlossen dann sollte man die Brüste mit den Händen etwas anheben und in die BH-Schalen ein passen. Bei Corsagen sieht das Dekolleté besonders füllig aus, und wenn man die Brüste mit den Händen ein passt wird es sogar noch ein bisschen mehr. Durch den sehr strammen Sitz der Corsage bekommt der Busen automatisch einen Push-Up-Effekt.
Vor allem bei trägerlosen Kleidern sind Corsagen besonders gut geeignet. Durch das sehr schöne Dekollete kommen Abendkleider besonders gut zur Geltung weil die Taille richtig schön schmal ist, und die Brust sehr schön hervorgehoben wird.
Brüste optisch vergrößern
Viele Frauen kennen das Problem dass am Brustumfang ein bisschen etwas fehlt. Bemerkbar macht sich das besonders bei weiten Ausschnitten wo viel Dekollete gezeigt wird und manchmal hätte man da schon gerne etwas mehr. Mit ein paar Tricks bekommt man das sehr gut hin.
Es gibt schon sehr lange Push Up BHs, Puh Up Polster oder Round Up Polster die einfach nur in die Schalen der BHs eingelegt werden. Die im Handel erhältlichen Polster sind meist aus gewöhnlichem Schaumstoff, und das Push Up Polster wird im BH-Körbchen unterhalb der Brust platziert. Vor dem Verschließen des BHs können die Polster in den BH eingeschoben werden, oder man kann die Polster im nach hinein noch versuchen zu optimieren. Dabei wird die Brust nach oben geschoben und wirkt alleine dadurch schon voller. Bei der anderen Polstervariante werden die Kissen seitlich eingelegt. Dadurch werden die Brüste in die Mitte geschoben was besonders effektiv ist wenn die Kleidung einen tiefen Ausschnitt aufweist. Sinnvoll sind diese Polster jedoch nur für die Cup-Größen A und B.
Neben den Polstereinlagen gibt es auch Geleinlagen zu kaufen. Diese haben den Vorteil dass die Brust sie nicht so leicht zerdrücken kann, und dadurch verschafft man sich automatisch mehr Busen weil dieser besser geformt wird. Die Geleinlagen sind auch für einen größeren Busen geeignet und sie fühlen sich fast wie ein echter Busen an weil sie vollkommen weich sind. Auch das Tragen in einem Bikini ist kein Problem.
Bei einer Vortäuschung von bis zu zwei Körbchengrößen mehr muss man zu Silikoneinlagen greifen. Sie sind sehr haut verträglich und zudem auch noch sehr weich. Silikoneinlagen eignen sich nicht dazu um unterschiedlich große Brüste auszugleichen. Sie sind nur dafür geeignet um einen Busen zu vergrößern. Die Silikoneinlagen werden dabei in den unteren Bereich der BH-Schalen gelegt. Der BH kann danach vollkommen normal verschlossen werden und die Veränderung fällt sofort ins Auge.


Der Kauf des richtigen BHs


Die BH-Größen fallen meist bei allen Herstellern unterschiedlich aus. Das kommt daher weil alle Hersteller unterschiedliche Materialien und Schnitte haben und auch die Verarbeitung der Dessous ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Aus diesem Grund fallen die einzelnen Modelle der BHs unterschiedlich aus. Einfacher ist es für Frauen natürlich wenn man einem Hersteller treu bleibt und sich damit auf einen BH-Typ festlegt. Es gibt ein paar grundsätzliche Regeln die einem den Kauf allerdings erleichtern können.
Die Körbchen des BH oder auch Schalen sind das Herzstück eines jeden BHs. Sie sollen den Busen auffangen und ihn natürlich auch stützen. Die Brust sollte an keiner Stelle aus dem BH heraustreten und zu sehen sein. Wenn dies passiert ist der BH eindeutig zu klein ausgesucht. Die Körbchen müssen genau passen, denn nur dann stützen sie die Brust gut. Die Träger des BHs sollten auch auf keinen Fall in die Schultern einschneiden.
Das Unterbrustband ist der Teil des BHs an dem er sich öffnen und schließen lässt. Das Band sollte nicht zu eng und auch nicht zu weit sein. Wichtig ist dass man sich nicht eingeengt fühlt und vor allem sollte es auf keinen Fall in die Haut einschneiden. Das Unterbrustband sollte auf jeden Fall stramm sitzen aber auf keinen Fall einengen. Ist das Band zu weit dann kann man sehen dass das Band auf dem Rücken nach oben rutscht. Das sollte auf keinen Fall sein weil die Last jetzt an den Trägern hängt und am Schulterbereich. Das Unterbrustband ist dazu da um die Last der Brust zu tragen.
Beim Kauf sollte man auch die Form der Bügel beachten, es ist wichtig dass sie im vorderen Brustbereich flach und waagerecht anliegen. Wenn der Bügel zu kurz ist umrundet er die Brust nicht genug und das Körbchen ist zu klein. Wenn der Bügel stört dann ist er meist zu lang und das Körbchen zu groß. Beim Kauf sollte man diese Regeln beherzigen dann passt der BH auch gut und man hat Freude daran.
Die Träger von BHs gibt es in vielen unterschiedlichen Variationen, vor allem beliebt sind im Moment die Träger ohne Nähte. Wenn die Träger trotzdem in die Schultern einschneiden dann sollte man beim Kauf etwas breitete nehmen, diese verteilen die Last der Brust etwas besser und schneiden nicht so extrem in die Haut ein wie dünne. Die breiteren Träger haben natürlich auch den Nachteil dass sie nicht ganz so ansprechend aussehen wie die dünneren, und wer den Anblick nicht besonders mag kann unter den dünneren Trägern einfach ein paar Polster befestigen. Damit lässt der Druck auf die Schultern nach und die Träger schneiden nicht mehr so extrem ein. Mittlerweile werden auch elastische Träger angeboten, diese sind angenehm zu tragen und entlasten den Schulterbereich.
In der modernen Zeit hat sich auch das Shoppen im Gegensatz zu früher geändert. Nicht immer muss man um sich schöne Dessous, Korsetts oder Slips zu kaufen wirklich aus dem Hause gehen. Das Internet macht vieles möglich. Vor allem beim Kauf von Unterwäsche sollte man natürlich auf die Qualität achten. Die Passform ist besser, die Stoffe ebenso, und man hat wesentlich länger Freude an den Sachen weil sie einfach länger halten.
Es gibt viele Hersteller die ihre Lingerie bereits im Internet anbieten und viele Firmen sind bereits lange auf dem Markt und für ihre Qualität bekannt.
Eine bekannte Marke ist Passionata die wunderschöne Dessous anbietet die einen Träumen lassen. Aber auch Hersteller wie Rien, Jolidon, Lola Luna, Prelude, Ascension Paris und viele andere liefern Qualität. Korsetts in allen möglichen Variationen und in wunderschönen Farben. Und am besten ist dass man die Sachen bequem von zu Hause aus bestellen kann.
Eine kleine Textilkunde
Unter Ajour versteht man textile Flächen die stickereiähnliche Durchbrüche aufweisen. Ähnlich wie bei einer Hohlraumstickerei bei der durch spezielle Techniken beim Wirken, Stricken oder Weben diese unterschiedlichen Effekte erzielt werden.
Die Baumwolle ist schon sehr lange eine sehr beliebte Naturfaser, die aus einer subtropischen Stauden pflanze gewonnen wird. Angebaut wird die Pflanze vor allem im Sudan, den USA, Mittelamerika, Vorderindien und auch in Ägypten. Die Naturfaser ist besonders reiß fest und sehr saugfähig.
Bekleidung die aus Chenille besteht ist besonders weich und hat eine samtartige Struktur. Chenille wird aus sehr feinem und weichem Effektgarn oder einem hoch bauschig geschnittenen Garn hergestellt.

Der Stoff Chiffon ist ein fast transparentes Gewebe. Chiffon weist einen unregelmäßige Oberfläche auf und wird meist dazu verwendet um Schals, Tücher oder auch feine Nachtwäsche herzustellen.

Elasthan ist eine Synthtikfaser. Durch ihre besondere Elastizität ist sie für körperbetonte Textilien, Strümpfe oder andere Wäsche besonders geeignet. Elasthanfasern lassen sich bis auf das 6-8 fache ihrer ursprünglichen Ausgangslänge dehnen und nach der Aufhebung der Spannung springt sie wieder in ihre ursprüngliche Form zurück.

Feinripp oder Doppelripp ist ein Material welches aus sehr fein gekämmten Garnen besteht. Feinripp ist durch seine Elastizität sehr trage freundlich. Das Erscheinungsbild des Doppelripp ist etwas grober, aber auch die Elastizität ist größer.

Der Stoff Flanell wird hauptsächlich für die Herstellung von Bettwäsche, Blusen oder Hemden verwendet. Flanell kann entweder aus Cotton-Viscose, Wolle oder Baumwolle gefertigt sein und hat einen besonders weichen Griff weil der Baumwollstoff von beiden Seiten aufgeraut ist.

Flock-Print bezeichnet ein Herstellungsverfahren bei dem auf einem Textilstoff Klebstoffe aufgebracht werden. Diese Klebstoffe halten staubfeine Textil flocken festhalten und eine spitzen artige Musterung aufweisen. Diese sind waschecht und wirken dabei wie ein Relief.

Frottier ist ein äußerst strapazierfähiges Schlingengewebe welches meist aus Baumwolle hergestellt wird. Das Frottier weist kleine Knötchen und Schlingen auf und die Oberfläche ist uneben. Vor allem bei Handtüchern, Bettlaken oder Bademäntel ist dieser Stoff sehr beliebt und das Farbige Frottier hat den Vorteil dass es auch bei der Kochwäsche seine Farbe nicht verliert. Sehr dunkle Farben oder Bademäntel können die Farben trotzdem mal verlieren und sollten deshalb nur bei höchstens 60 Grad gewaschen werden.

Als Georgette wird ein leichtes und feines Seidencrepegewebe bezeichnet das eine aufgeworfene Oberfläche aufweist. Im Gegensatz zu Chiffon ist Georgette etwas schwerer und fester im Griff.

Lurex ist ein Garn welches meist für die Herstellung von Kostümen, Blusen oder Abendmode verwendet wird. Es hat die Eigenschaft dass es glänzt und kann zumeist auch normal gewaschen werden ohne es in die Reinigung geben zu müssen. Der Stoff hat zwar die Eigenschaft dass er glänzt aber er oxidiert nicht.

Als Melange wird eine Mischung von unterschiedlich farblichen Garnen bezeichnet. Die Mischung von Melange kann aber auch durch unterschiedliche Fasermischungen erfolgen die Färbungen unterschiedlich annehmen.

Mercerisieren bezeichnet eine spezielle Behandlungsmethode von Baumwollgeweben damit diese einen waschfesten Glanz und eine erhöhte Festigkeit erhalten.

Mikrofaser sind synthetische Fasern die aus Polyamid oder Polyester hergestellt werden und außergewöhnlich fein sind. Mikrofasern haben den Vorteil dass sie sehr strapazierfähig, leicht, atmungsaktiv und wasserabweisend sind. Der Nachteil ist der hohe Aufwand bei der Herstellung der Fasern.

Millefleurs ist ein französischer Begriff was übersetzt soviel bedeutet wie tausend Blüten. Diese Stoffe sind meist mit vielen Blüten oder kleinen Blumen bedruckt.

Die Modalfaser ist eine modifizierte Viskosefaser die aus Fichten- oder Buchenholz gewonnen wird. Bei einem speziellen Spinnverfahren hat die Modalfaser den Vorteil dass sie schnell trocknet, wenig knittert und sehr formbeständig ist.

Die Nylonfaser ist eine Polyamidfaser und nicht als ein Markenname eingetragen.

Als Paisley-Muster wird ein nierenförmiges Muster bezeichnet welche indischen und persischen Motiven nachempfunden ist.

Der Panne samt ist ein Stoff der aus Viskose oder Naturseide hergestellt wird. Er wird als Panne samt bezeichnet weil die Fasern die zur Herstellung verwendet werden sehr stark gepresst werden und die Oberfläche deshalb wie ein Spiegel glänzt.

Das Pique ist ein reliefartiges Muster und entsteht durch eine Steppkette an der Unterseite des Stoffes. Das Gewebe wird dadurch wie eine Blase nach oben gewölbt. Der Begriff Piquet kommt aus dem französischen und übersetzt bedeutet er soviel wie Steppen. Vor allem für die Herstellung von Polo-Shirts werden polo-pique-Maschen waren verwendet.

Polyacryl ist eine synthetische Faser die aus Kohle, Erdgas und Erdöl hergestellt wird. Die Produktion ist sehr aufwändig aber in der Pflege ist Polyacryl sehr unkompliziert. Es ist sehr weich und licht beständig und wird deshalb oft für die Herstellung von Gardinen eingesetzt. Die Faser ist auch sehr beliebt für die Herstellung von Kinderbekleidung da die Faser besonders warm hält.

Polyamid ist wie Polyacryl eine synthetische Faser. Sie weist bei den Synthetikfasern die höchste Festigkeit auf und auch Motten können den Stoff nicht schädigen. Polyamid hat den Vorteil dass die Faser nicht knittert und Kleidungsstücke können bis 40 Grad in der Maschine gewaschen werden. Besonders gerne wird diese Faser mit Baumwolle gemischt.

Polyester ist in der Gruppe der Synthetikfasern die Faser die die höchste Elastizität besitzt. Polyester bewahrt sehr lange seine ursprüngliche Form und knittert nicht. Sehr beliebt ist sie für die Produktion von Tüll, Cup-Waren und Stickereien.

Der Stoff Satin wird aus Chemiefasern oder auch Naturfasern hergestellt. Die Oberfläche von Satin ist glänzend und sehr glatt.

Schurwolle wird aus der Wolle des Schafes gewonnen uns ist besonders schmutzabweisend und langlebig. Schurwolle ist für seine hohen Wärmeeigenschaften bekannt.

Unter dem Begriff Stretch werden alle elastischen Textilien zusammengefasst die meist Elasthan enthalten um das Material sehr dehnbar zu machen.

Twill bezeichnet ein Gewebe was einen sehr seidigen und wolligen Charakter hat. Vor allem für die Produktion von Kleidern, Blusen, Krawatten und Schals wird dieser Stoff verwendet. Eine andere Verwendung findet Twill auch bei der Herstellung von Klosterbekleidung und Talaren.

Viskose wird in einem sehr aufwändigen Verfahren aus dem reinen Zellstoff von Bäumen gewonnen. Viskose ist eine regenerierte Zellulosefaser und fühlt sich fast wie Seide an, kann aber im Gegensatz im Schonwaschgang in der Waschmaschine gewaschen werden. Ein anderer Vorteil ist dass dieser Stoff sehr preiswert ist.

Wolle wird aus dem Fell von Schafen gewonnen und unterscheiden sich durch unterschiedliche Charakterisierungen. Merionowolle zeichnet sich z.B. durch seine besondere Länge, Dicke, den Glanz und die Kräuselung aus.

Bezeichnungen und Formen des heutigen Slips

Die einzelnen Formen der heutigen Slips kann man schwer auseinander halten. Unterschieden werden sie durch die Form und die Größe des vorderen und des hinteren Dreiecks und die unterschiedlichen Bänderführungen.

French Knickers

sind die bekannten Boxershorts. Es sind Hosen die ein weites und legeres Bein haben und lose fallen. Sie sind gut zu erkennen an ihrer sportlichen Form.

Der

G-String

 hat nur vorne ein Dreieck. Dabei führt eine dünne Schnur durch den Schritt, die andere Schnur führt um die Hüften.

Der

Hüftslip

 sitzt sehr sexy auf der Hüfte und ist aus diesem Grund etwas weiter geschnitten.

Jazzpants

 werden auch Taillenslip genannt und weisen einen sehr hohen Beinausschnitt auf. Dieser Beinausschnitt nennt sich auch französischer Beinausschnitt und wirkt auf die Beine optisch verlängernd. Der Begriff Jazzpants kommt aus der Gymnastikbekleidung.

Der

Maxi-Slip

 kennzeichnet sich durch einen sehr engen Schnitt. Der Bund ist meist gerade geschnitten und die Beine kurz und gerade gehalten. Er wird auch Panties genannt und ist auch für kräftige Frauen geeignet weil er etwas mehr Halt an der Hüfte gibt wie normale Slips.

Der

Rio oder Retro-Slip

 ist eine modische Slipvariante mit einem V-förmig vertieftem Bund und einem hohen Beinausschnitt.

Der

Slip-ouvert

sind im Schritt offen und teilweise mit kunstvoller Spitze, Federn oder auch anderen Applikationen verziert der dabei kunstvoll den offenen Schritt verdeckt.

Der

Tanga

 ist ein Minislip der sehr knapp geschnitten ist und besteht aus zwei dreieckigen Stoffteilen die durch seitliche Verbindungsstege gehalten werden.

Der

String

oder Stringtanga ist eine knappe Slipform der im hinteren Schrittbereich ein schmales Band oder einen Steg aufweist. Im Gegensatz zum Tanga wird beim String das hintere Dreieck sehr weit hochgezogen so dass nur noch dünne Bänder zu sehen sind.

Als

Thong

 wird eine weitere spezielle Form des Strings bezeichnet. Bei dem Thong wird das hintere Dreieck in der Höhe des Steißbeins breiter gezogen und damit die T-Form abgerundet. In den USA wird dieser Begriff für alles Slips genutzt die den Po frei lassen.

Der Sportslip ist ein eng sitzender sexy Slip der eine niedrigen Taillenhöhe aufweist. Er besteht aus den unterschiedlichsten Materialien und wird sowohl gerne im Sport als auch im Alltag getragen.

 Der

Microstring

bedeckt nur das Wichtigste, es gibt ihn jedoch auch ouvert/offen.

 

Der

Boxershort

wird gerne von Männern getragen und ist  der Shorts aus dem Boxsport nachgeahmt

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